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74Entferntes Pterygium unter dem Mikroskop bei 10facher Vergrößerung, HE Präparat

Entfernung von Tumoren der Bindehaut und Hornhaut

Tumoren der Bindehaut können unterschiedlichste Ursachen haben, die sich in vielen Fällen nur durch eine Untersuchung des Gewebes unter dem Mikroskop nachweisen lassen. Nach der entweder kompletten oder teilweisen Entfernung der Gewebeteile kann durch die enge Zusammenarbeit mit der Pathologie Schweinfurt (Dr. Heine, Dr. Blume und Prof. Dr. Dämmrich) nach der detaillierten Aufarbeitung des Gewebes die Diagnose gestellt werden. Daran anschließende weitere Operationen zur Entfernung von Restgewebe oder die plastische Deckung werden durch die Operateure der Augenklinik je nach Größe und Lokalisation der Defekte durchgeführt.


Entfernung von Flügelfellen (Pterygium)

Unter dem Pterygium wird eine Gewebswucherung der Bindehaut verstanden, die auf die Hornhaut übergreift. Das Pterygium ist operabel und in der Regel gutartig, neigt allerdings zu Rezidiven. Diese Wucherung ist eine oft dreieckige Bindehautfalte im Lidspaltenbereich, die meist von der Nasenseite aus in Richtung Hornhautzentrum wächst. In ausgeprägten Fällen kann eine Verziehung der Hornhaut auftreten, die zu einer Hornhautverkrümmung führt und die Sehschärfe beeinträchtigt. In der Regel sollte man vor dem Auftreten dieser Komplikation eine operative Entfernung durchführen. Früher wurde häufig nur eine Entfernung ohne weitere Maßnahmen durchgeführt, die Gefahr eines Rezidives war dann sehr hoch. In der Augenklinik Gerolzhofen verwenden wir daher immer ein Bindehauttransplantat um das erneute Vorwachsen des Pterygiums zu verhindern. In besonderen Fällen wird auch zusätzlich ein wachstumshemmendes Medikament während der Operation verwendet.

bild42Pterygium vor Operationbild43Pterygium (Auge von links) 3 Monate nach Operation mit Transplantat der Bindehaut.

 

Hornhauttransplantationen

Die Abkürzung DMEK steht für Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty. Es handelt sich hierbei um eine in den letzten Jahren weiterentwickelte Operationsmethode der partiellen Hornhauttransplantation für bestimmte Hornhauterkrankungen. Bei diesem lamellären Verfahren wird nur die krankhaft veränderte Innenseite der Hornhaut, das Endothel, ausgetauscht. Diese Technik bietet viele Vorteile gegenüber der klassischen perforierenden Keratoplastik, bei der die gesamte Hornhaut ausgetauscht wird. So müssen keine aufwändigen Nähte gelegt werden, die die Hornhaut verziehen können und daher eine gute Sehschärfe häufig erst nach über einem Jahr ermöglichen. Die Implantation wird mittels „No-Touch“ Technik durchgeführt, d.h. während der Operation darf das Transplantat zu keiner Zeit mit einem Instrument angefasst werden um die sensiblen Zellen zu beschädigen. Nur so kann das Spendermaterial sicher und funktionsfähig in das Auge eingesetzt werden. Das Transplantat wird daher mit Hilfe einer Glaskartusche in das Auge eingespritzt.

In den ersten Tagen nach der Operation müssen die Patienten 2 Tage streng auf dem Rücken liegen um ein gutes Einheilen zu gewähren. Die Vorteile der Technik sind wissenschaftlich erwiesen: Eine raschere Erholung des Auges nach der Operation, eine bessere Sehschärfe und weniger Abstoßungsreaktionen.

Da es sich bei den Hornhauttransplantaten um Spendermaterial handelt, müssen Patienten, die eine Operation benötigen, erst auf eine Empfängerliste aufgenommen werden, die die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantationen in Hannover leitet. Die Wartezeit für eine Spenderhornhaut beträgt aktuell etwa 3 Monate. Voruntersuchungen und Anmeldungen für Hornhauttransplantationen werden im MVZ Schweinfurt durchgeführt.

Stationärer Aufenthalt

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